Wie können meine Kinder MySpace sicher nutzen?

MySpace ist eine florierende Online-Community mit über 60 Millionen persönlichen Profilen, die sich hauptsächlich an jüngere Menschen richten. Für jeden zwischen 14 und 18 Jahren ist ein Profil auf der Website fast gleichbedeutend mit einem Handy oder MP3-Player. Die wachsende Besorgnis über Online-Raubtiere hat jedoch dazu geführt, dass viele die Sicherheit von MySpace in Frage stellen. Obwohl die Site Schritte zur Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen unternommen hat, setzen sich viele Benutzer selbst einem Risiko aus, indem sie persönliche Informationen wie Name oder Standort preisgeben oder, noch schlimmer, sich mit Fremden treffen. Eltern können eine aktive Rolle beim Schutz ihrer Kinder übernehmen, indem sie sicherstellen, dass sie einige einfache Regeln befolgen.

Wählen Sie einen falschen Namen, der nur auf MySpace und nirgendwo sonst verwendet wird. Ein richtiger Name kann auf eine Adresse und Telefonnummer zurückgeführt werden, und auch häufig verwendete Spitznamen sind oft auffindbar. Wählen Sie einen neuen Namen, der exklusiv für die Site gilt.

Holen Sie sich eine kostenlose Webmail-Adresse für den Spitznamen und verwenden Sie diese Adresse nur für die Site. Eine Webmail-Adresse verfolgt im Gegensatz zur E-Mail-Adresse Ihres Internet Service Providers (ISP) nicht Ihren persönlichen Standort. Lassen Sie Ihr Kind falsche Informationen eingeben, um die Webmail-Adresse zu erhalten, damit kein Querverweis auf seinen richtigen Namen besteht. Verwenden Sie diese Webmail-Adresse nur für MySpace. Die Verwendung der E-Mail-Adresse an anderer Stelle erhöht das Potenzial für eine Triangulation zwischen Datenbanken, die die wahre Identität oder den wahren Standort enthüllen kann.

Weisen Sie Ihr Kind an, keine Hinweise auf seinen Standort zu geben. Für ein Raubtier mit einem Bild ist es einfacher als gedacht, vor einer Schule zu sitzen und den Kindern beim Kommen und Gehen zuzusehen und die Menge nach einem bestimmten Gesicht abzusuchen. Wenn ein MySpace-Profil oder -Blog namentliche Verweise auf Schulen, Einkaufszentren oder Kinos enthält, wenn Ihr Teenager Zeit verbringt, ist ein falscher Name für einen entschlossenen Räuber eine reine Unannehmlichkeit.

Bringen Sie Kindern bei, wie sie Erfahrungen posten oder bloggen, ohne zu verraten, über welche Schule, welches Einkaufszentrum oder welches Theater sie oder er posten. Sobald ein Teenager versteht, dass Namen sowieso Nebensache sind, sollte dies nicht die Freude daran beeinträchtigen, die Website zum Austausch von Erfahrungen zu nutzen. Ein Teenager kann zum Beispiel über „den Mathelehrer“ anstatt über „Mr. Simon.“

Ein Teenager sollte niemals posten, wo er oder sie sein wird. Aus offensichtlichen Gründen ist dies eine schlechte Idee. Kinder sollten es auch vermeiden, Zeitpläne oder Ferien der Eltern preiszugeben.
Menschen sind nicht immer die, für die sie sich ausgeben. Jeder kann ein Fake-Profil mit einem Bild von jemand anderem erstellen. Raubtiere zeichnen sich durch Manipulation und Charme aus und geben sich oft als andere Teenager aus. Machen Sie Ihren Kindern klar, dass sie, egal wie sehr sie Fremde mögen, die sie online treffen, ihnen persönliche Informationen nicht weitergeben oder in unangemessene Gesprächsbereiche geraten sollten.
Stimmen Sie nicht zu, Freunde zu treffen, die nur von MySpace bekannt sind. Es mag harmlos erscheinen, die „16-jährige Beth“ zu treffen – aber „Beth“ ist vielleicht überhaupt kein 16-jähriges Mädchen. Der Schlüssel zum sicheren Genießen der Website besteht darin, sie zu genießen, ohne Vertrauen in das echte Leben wagen zu müssen.
Ermutigen Sie Ihre Kinder, Ihnen zu sagen, wenn ein Online-„Freund“ auf persönliche Informationen oder ein Treffen drängt. Sogar ein netter Mensch kann neugierig sein und ein paar neugierige Fragen stellen oder eine freundliche Einladung zu einem Treffen aussprechen. Sobald Ihr Teenager jedoch freundlicherweise erklärt, dass er oder er keine persönlichen Informationen online weitergibt und keine Online-Freunde trifft, sollte das Verhalten aufhören.
Andere Möglichkeiten sind, kein Profilbild zu posten und das MySpace-Profil privat zu halten. Diese Vorschläge kommen jedoch bei Teenagern möglicherweise nicht gut an. Profile ohne Bilder können als unterdurchschnittlich angesehen werden, während „private Profile“ – nur auf Einladung zugänglich – für Kinder unter 16 Jahren obligatorisch sind, was die Funktion für ältere Teenager unerwünscht machen kann. Einige MySpace-Mitglieder entscheiden sich dafür, „die Umfrage“ auszufüllen, die dem Mitglied provokative Fragen zu Sex- und Drogenerfahrungen stellt. Viele Eltern würden wahrscheinlich zustimmen, dass diese Informationen nicht in ein öffentliches Profil gehören.